Was den Füßen guttut

Freiheit für die Füße! Schuhe aus, Socken aus und los geht´s. Zuhause, im Sommer über die Wiese oder am Strand – wo immer Sie können und dürfen, laufen Sie barfuß. Was hier so einfach klingt, wird im Alltag kaum praktiziert. Dabei sind kalte Füße keine Ausrede, auch wenn die Wollsocken noch so verlockend sind. Barfuß laufen fördert die Durchblutung und heizt Ihren Füßen ein. Muskeln, Sehnen und Bänder werden fast wie von selbst trainiert. Dazu ein paar kleine, einfache Übungen, Massagen und Fußbäder: Das entspannt und macht Ihre Füße fit für den Alltag. Und besonders wichtig: Die richtigen Schuhe – und zwar immer dann, wenn Sie nicht barfuß laufen sollten.

Gute Schuhe – gesunde Füße

Mädchen inmitten von SchuhenWas macht einen guten Schuh eigentlich aus? Eine kleine Aufgabe: Stellen Sie sich vor Ihren Schuhschrank und entscheiden Sie, welche Schuhe Sie unter „gute Schuhe“ einordnen würden. Und jetzt wählen Sie aus diesen spontan die Schuhe aus, die gut für Ihre Füße sind. Wie hoch ist Ihre Ausbeute? Wenn Sie Ihre High Heels und Pumps aussortiert haben, sind Sie schon einmal auf dem richtigen Weg. Hohe Absatzschuhe oder die besonders spitz zulaufenden Ballerinas sollten Sie nur an besonderen Tagen tragen.

Die richtige Größe

Ein kleiner Absatz reicht leider noch nicht aus. Ihr Schuh muss auch die richtige Größe haben. Klingt erst einmal trivial, aber viele Schuhe werden tatsächlich zu klein gekauft – mit Vorliebe von Frauen. Tenor: „Die weiten sich ja noch etwas …“. Gerne werden Sie auch zu klein gekauft, weil das Modell der Begierde nicht mehr in der richtigen Größe verfügbar ist, es keine Zwischengrößen gibt usw. Haben Sie sich bei einer der Aussagen ertappt gefühlt? Zugegeben: Der Schuhmarkt macht es einem auch nicht immer einfach. Passt eine Größe bei der Marke X, passt dieselbe Größe bei Marke Y noch lange nicht.

Schon gewusst? Die Schuhgröße 38 gilt als die Beliebteste bei Frauen. Das weiß auch die Industrie. Obwohl wir immer größer werden und sich damit auch die Schuhgröße ändert, bleibt es bei der Größe 38. Wie das geht? Die Schuhhersteller korrigierten die Schuhgröße: Was früher 39 war, wird 38 genannt, was 40 war 39 u.s.w.

Ein paar Dinge, die Sie beim Schuhkauf beachten sollten, haben Sie aber selbst in der Hand:

  • Kaufen Sie Ihre Schuhe am Nachmittag, dann haben Ihre Füße Ihre maximale Tagesform und -größe erreicht. Kaufen Sie sie vormittags, kann es Ihnen passieren, dass die neuen, tollen Schuhe am Abend zu eng sitzen.
  • Achten Sie darauf, dass Ihre Zehen vorne genügend Spielraum haben. Probieren Sie das aus, indem Sie im Schuh die Zehen spreizen und versuchen die Sohle zu „krallen“. Fühlt sich das gut an und haben Sie ausreichend Platz, kommen diese Schuhe schon einmal in die engere Wahl.
  • Gerade bei Winterschuhen empfiehlt es sich, diese mit dicken Socken anzuprobieren. Denn im klirrend-kalten Ernstfall haben Sie diese im Winter auch an.
  • Wenn Ihnen die Schuhe in der Hand schon zu schwer sind: Füße weg! Zu schwere Schuhe belasten unnötig und ermüden die Füße zusätzlich. Stellen Sie sich einfach einen ganzen langen Tag in den schweren Tretern vor … und dann stellen Sie sie wieder ins Regal.
  • Durchatmen: Das gilt auch für Ihre Füße. Atmungsaktive Naturmaterialien, allen voran Leder, fördern ein gesundes, trockenes Fußklima. Wer gern auf Leder verzichten möchte, kann auf hochwertige Textilprodukte zurückgreifen. Innovative Membranen leiten Feuchtigkeit schnell nach außen. Lassen Sie sich am besten direkt im Geschäft beraten.
  • Vorsicht vor zu weiten Schuhen! Auch wenn die Tipps vielleicht ein wenig danach klingen, dass die besten Schuhe möglichst viel Platz bieten. In zu weiten oder zu großen Schuhe haben Ihre Füße keinen Halt. Sehnen und Bänder werden übermäßig belastet. Und gut für Ihre Knie sind zu weite Schuhe auch nicht. Der Vorfuß muss innen und außen „Kontakt“ zum Schuh haben. Nur so wird der Fuß gut geführt. Ist der Schuh zu groß, ermüdet der Fuß zu schnell.

Übrigens: Für Sportschuhe sind diese Tipps ebenso hilfreich. Zusätzlich haben Sie hier die Chance im guten Fachgeschäft Ihren Laufstil analysieren zu lassen.

  • Das Beste kommt zum Schluss: Behalten Sie Ihre Pumps und High Heels. Und sehen Sie sie in Zukunft vielleicht als eine Art Belohnung. Wenn Sie im Alltag eher bequeme Schuhe anziehen, spricht nichts dagegen, die geliebten Sohlen zu besonderen Anlässen zu tragen.
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