Bereits im Jugendalter hatte ich starke Schmerzen an meinem rechten Fuß. Das kam vor allem aufgrund der sehr hohen sportlichen Belastung (tägliches Basketball-Trainig). Die Ausprägung des Hallux Valgus war zu diesem Zeitpunkt schon sichtbar, und hat sich stetig bis zu meinem 25. Lebensjahr verschlimmert.

Aufgrund der Schmerzen habe ich einen Orthopäden aufgesucht, der mir zunächst von einer OP abgeraten und mir stattdessen Einlagen verschrieben hat. Die Schmerzen sind nach einiger Zeit wieder vollständig verschwunden und kamen dann im Alter von 23 Jahren wieder. Zunächst erhielt ich neue Einlagen und eine Nachtschiene. Jedoch ohne Erfolg. Nach etwas über einem Jahr, in dem ich irgendwann fast täglich Schmerzen hatte, habe ich mich für eine OP entschieden. Die Schmerzen waren nicht allein dem Hallux Valgus zuzuschreiben: Mein Mittelfußknochen des großen Zehs war im Verhältnis zu den anderen zu lang und der Caput (das Köpfchen) des Knochens nach oben zu stark ausgeprägt. Dadurch war die Bewegung des großen Zehs nach oben eingeschränkt. Durch das ständige Anschlagen des Gelenks, hat sich mehr oder weniger eine chronische Entzündung im Gelenk gebildet. In der OP hat man dann festgestellt, dass der Knorpel schon auf 10% abgenutzt war.

Eine Alternative zur OP gab es für mich nicht mehr, da alle vorherigen Ansätze nichts gebracht haben und die Fehlstellung ohne OP nicht hätte behoben werden können. Die Situation am anderen Fuß ist bis jetzt nicht allzu gravierend, wird aber bestimmt in den nächsten Jahren vergleichbar werden. Ich würde dann allerdings direkt einen operativen Eingriff vornehmen lassen. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis und würde den anderen Fuß richten lassen, ehe ich nochmal diese Schmerzen in Kauf nähme.